
Brigitta Züst nimmt die Anlage symbolisch in Betrieb.
Der Hof Looren wird seit einiger Zeit nach einem vielfältig ökologisch ausgerichteten Konzept bewirtschaftet. Dazu gehört auch, dass die Betriebs- und Wohngebäude energietechnisch auf den neusten Stand gebracht werden. Energie sparen alleine löst die sich abzeichnende Knappheit an diesem Gut jedoch nicht, und so wurde nun beim Umbau des Stallgebäudes die Chance genutzt und eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes installiert. Bevor aber das erste der über 800 Module montiert werden konnte, mussten einige Hürden genommen werden: Obwohl der Hof nicht in der Schutzzone Bachtel-Allmen liegt, mussten landschaftschützerische Aspekte berücksichtigt werden. Ein weiterer wesentlicher Punkt war die Anbindung an das Stromnetz der EKZ: War man zuvor Stromkonsument, wechselte man nun in die Rolle des Stromproduzenten. Da dafür das bestehende Netz der EKZ nicht ausgelegt war, wurde in intensiver Zusammenarbeit eine neue Lösung gesucht und gefunden. Ein positiver Nebeneffekt dieser zeitaufwändigen Herausforderungen war der Preiszerfall der benötigten Photovoltaik-Komponenten, welche die Investitionskosten in dieser Zeit beinahe halbierten.
Der Bau der Anlage selbst war eine deutlich schnellere Sache: Anfang September starteten die ersten Arbeiten, drei Monate später konnte die Anlage bereits dem Netz übergeben werden. Bis die Anlage energietechnisch amortisiert ist, vergehen nun fünf weitere Jahre, dann hat sie die für ihre eigene Produktion benötigte Energie wieder dem Netz der EKZ eingespiesen. Mit einer erwarteten Betriebsdauer von mehr als 25 Jahren ist dies jedoch gut verkraftbar.