ensemble le phénix
Im „Haus für Vieles“ erklingt am Sonntag 14. Juni ein ganz besonderes Kammermusik-Konzert mit dem „ensemble le phénix“, das von der in Wernetshausen aufgewachsenen Cellistin Christine Meyer gegründet wurde. Auf dem Programm steht Mozarts Oboenquartett, das er 1780 in München komponiert hat. Er widmete es seinem Freund Friedrich Ramm, seines Zeichens Oboist in der Kapelle des Kurfürsten Karl Theodor. Von Ramm schwärmten schon die Zeitgenossen: „man sagt nicht zu viel, wenn man behauptet, dass noch keiner den schönen, runden, sanften und wahren Ton auf der Oboe, verbunden mit der schmetternden Tiefe im Forte, sich so vorzüglich zu eigen gemacht habe als er.“ Mozart trug der Virtuosität seines Freundes und den neuesten technischen Entwicklungen im Instrumentenbau Rechnung, indem er ein Werk komponierte, das den Tonumfang der Oboe und die technische Brillanz des Musikers voll ausschöpfte. Die Oboistin des heutigen Abends agiert punkto Virtuosität und Musikalität auf dem gleichen Level wie der Widmungsträger von Mozarts Komposition: Andrea Bischoff ist Solo-Oboistin des Luzerner Sinfonieorchesters und Professorin an der Hochschule für Musik Luzern. Ebenfalls zu hören ist das Oboenquartett des englischen Komponisten Gordon Jacob, das zugleich rhythmisch-vital wie auch lyrisch und elegant ist und auf die typisch englische ländliche Idylle verweist. Als Bindeglied zwischen den beiden Epochen ein Trio des unbekannten französischen Komponisten Hyacinthe Jadin. Musik unter Freunden an einem Sommerabend an einem bezaubernden Ort – der perfekte Ausklang eines sommerlichen Wochenendes!